Paarung, Trächtigkeit und Geburt
Paarung:
Ein Kaninchen ist das ganze Jahr über
Paarungsbereit. Vor allem unsere Hauskaninchen bekommen im Sommer, sowie im Winter Junge, wenn
man sie lässt. Der Paarungsakt an sich dauert nur etwa 15 Sekunden, dem voran aber meist ein
aufwendiger Werbeakt des Rammlers steht. Er buhlt um die Aufmerksamkeit des Kaninchenweibchens
und versucht von allen Seiten seine Partnerin zu besteigen. Hat er dies geschafft und seine
"Tat" vollbracht, sinkt er erschöpft mit einem Brummen zu Boden.
Um sich zwei Kaninchen paaren zu lassen, sollte die Paarung auf keinen Fall im Revier des Weibchens
stattfinden, denn sie wird ihr Revier von dem "Eindringling" verteidigen wollen. Setzen Sie beide
entweder in ein neutrales Außengehege, wo sie auch viel Platz haben, oder Sie setzten das
Weibchen zu dem Rammler.
Keinesfalls möchte Kaninchen-Infos.de mit diesen Informationen zur
Vermehrung aufrufen. Dieser
Artikel wurde lediglich als Informationsquelle
verfasst, um sein Allgemeinwissen in Bezug auf
Kaninchen zu verbessern.
Lesen Sie bitte ggf.
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Trächtigkeit:
Ob das Kaninchen wirklich Trächtig geworden ist, kann man schwer feststelle. Einige Hinweise
wären zum Beispiel, dass das Kaninchen meist eine Verhaltensänderung durch macht. Es kann sein,
dass es zickiger wird oder aber auch schmusebedürftiger. Natürlich wird das Weibchen mit der Zeit
auch einen weiteren Bauchumfang bekommen, was aber sehr schwer erkennbar ist. Gut erkennen kann
man hingegen, dass auch die Zitzen des Kaninchens dicker werden. Ist die Trächtigkeit weit
fortgeschritten, fängt das Kaninchen langsam an sich Fell aus zureißen und sich einen geeigneten
Wurfplatz zu suchen. Eine Trächtigkeit dauert etwa 29 - 33 Tage.
Was Sie tun sollten:
Bieten Sie Ihrem Kaninchen ein "Höhle" an. Dann ist das Kaninchen, aber auch der Nachwuchs gut
behütet. Nach etwa drei Wochen sollten Sie Ihrem Kaninchen reichlich Stroh und Heu anbieten,
damit sie sich ihr Nest bauen kann. Bemerken Sie, dass sich Ihr Kaninchen schon Haare heraus
reißt, verzichten Sie darauf Ihrem Stall zu säubern. Beachten Sie auch, dass Sie Ihr Kaninchen
nicht mehr so oft hochheben und es nicht mehr stark strapazieren. Bieten Sie Ihrem Kaninchen
stets frisches Wasser und nährstoffreiches Futter an.
Geburt und Pflege:
Ihr Kaninchen wird ihre Junge wahrscheinlich nachts zur Welt bringen. In den meisten Fällen
schafft Ihre werdende Mutter dies alleine. Nachdem sie geworfen hat, sollten Sie das Nest
kontrollieren. Es ist ratsam Ihr Kaninchen dabei abzulenken, da sie vielleicht ihre Jungen
beschützen würde. Nehmen Sie tote Junge und Nachgeburten aus dem Nest. Legen Sie herausgefallene
Junge zurück, aber fassen Sie die Kleinen nicht unnötig viel an. Diese Kontollen sollten
Sie auch die nächsten Tage beibehalten.
Kaninchenjunge:
Die Jungen kommen völlig nackt, blind und taub auf die Welt. Sie werden von der Mutter einmal
täglich gesäugt. Besonders wichtig ist die Kolostralmilch, die direkt nach der Geburt von der Mutter
abgegeben wird, da sie sehr eiweißreich ist und viele wichtige Schutzstoffe
enthält.
» 4 Tage nach der Geburt bekommen sie erste Flaumhärchen
» 7 Tage nach der Geburt haben sie mehr "Fell"
» 9 Tage nach der Geburt öffnen sie die Augen
» 14 Tage nach der Geburt krabbeln sie aus dem Nest und haben dichtes Fell
» 21 Tage nach der Geburt dürfen sie Aufzuchtsfutter fressen
» 28 Tage nach der Geburt sind sie sehr selbstständig und erkunden alles
» 35 Tage nach der Geburt bekommen sie richtiges Futter
» 42 Tage nach der Geburt kann man sie abgeben.
Handaufzucht der Jungen:
Müssen Sie eines oder alle Jungen per Hand aufziehen, ist das Wichtigste ein
warmes, weiches Nest und der Schutz vor Umwelteinflüssen. Um die Jungen
zweimal täglich zu füttern, kann man eine größere Einwegspritze mit einem Ventilgummi als
Sauger benutzen.
Kaninchen-Muttermilch ist besonders fett (16%), eiweißhaltig (12%) und nährstoffreich, hat aber
einen niedrigen Milchzuckeranteil (2%). Am geeignetsten für die Fütterung der Jungen ist
Katzenaufzuchtsmilch oder eine mit Vitaminen angereicherte Kondensmilch.
Die besondere
Schwierigkeit der eigenhändigen Aufzucht liegt darin, dass der Sauginstinkt der Kaninchenbabys
durch spezielle Duftstoffe in den Zitzen der Mutter hervorgerufen wird. Ist dieser
Schlüsselreiz nicht vorhanden, kann man den Jungen nur mit Mühe etwas einflößen.
Nach den Mahlzeiten müssen Sie den Jungen vorsichtig den Bauch in Richtung After massieren. Dies
regt die Verdauung an und ersetzt das Lecken der Mutter.
Hat man die ersten 14 Tage erfolgreich überstanden, stehen die Chancen auf ein weiteres Leben für
den Nachwuchs gut, da sie nun anfangen Heu zu fressen und am Körnerfutter zu knabbern. Zum
Trinken sollte man eine Wasserschale hinstellen, aber zusätzlich das Stillen mit Milch noch
fortsetzen. Im Normalfall werden Kaninchen 6 bis 8 Wochen gestillt, allerdings mit abnehmender
Häufigkeit. Insgesamt sollten Sie die Jungen ein bis anderthatb Monate mit Milch füttern.
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