Kastration eines Kaninchens

Bei einer Kastration werden dem Kaninchenmännchen die Hoden entnommen. Das sind die Säcke, die bei Deinem Kaninchenmännchen zwischen den Beinen hängen. Denn darin befinden sich die Samen, mit denen die Babies gezeugt werden.

Im allgemeinen kastriert man den Rammler, also das Männchen, wobei es Vor- und Nachteile gibt.

1. Vorteil: Es werden keine Babies gezeugt.

2. Vorteil: Zwei männliche Kaninchen können dann meist zusammen gehalten werden.

3. Vorteil: Ein kastriertes Kaninchen markiert sein Revier nicht mehr oder kaum noch, somit können gelbe Flecken, die das Kaninchen evtl. beim markieren an die Wand macht, vermieden werden.

1. Nachteil: Meiner Erfahrung nach wird ein Kaninchen nach einer Kastration ruhiger.

2. Nachteil: Eine Kastration ist teuer.

Natürlich solltest Du dein Kaninchen kastrieren,wenn Du keine Babies willst.
Wenn Du 2 oder mehr Männchen hast, muss es nicht unbedingt zu einem Streit kommen, wenn beide nicht kastriert sind. Hast Du jedoch noch ein Weibchen, egal ob in einem anderen Stall, wäre es besser die Männchen zu kastrieren.

Wann sollte man ein Kaninchen kastrieren?
Weibliche Kaninchen kann man kastrieren, wenn sie geschlechtsreif sind. Das ist etwa mit einem Alter von 4 Monaten. Die meisten Tierärzte warten aber lieber bis zu einem Alter von 6 Monaten.
Männliche Kaninchen können kastriert werden wenn die Hoden im Hodesack augebildet sind. Meist geschieht dies in einem Alter von 3 Monaten. Auch hier sollte man, wenn keine dringende Not vorliegt, lieber warten, bis das Kaninchen 5 Monate alt ist.

Wann ist ein Kaninchen zu alt?
Man sollte ein Kaninchen ab einem Alter von 6 Jahren nicht mehr kastrieren lassen. Hat Ihr Mümmler das Alter von 2 Jahren überschritten, sollte der Tierarzt einen Gesundheitscheck an dem Tier vornehmen. Das könnte zwar die Kosten steiger, mindert aber das Risiko.

Was kostet eine Kastration?
Eine Kastration sollte nicht mehr als etwa 60 Euro kosten. Kosten für Nachuntersuchungen, wie zum Beispiel Fäden ziehen, sind nicht inclusive.

Wie sieht die Nachbereitung aus?
Manche Tierärzte behalten das Kaninchen über Nacht in der Praxis, dann hast Du eigentlich keine besondere Arbeit zu erledigen.
Darfst Du Dein Kaninchen sofort mit nach Hause nehmen, sollte der Käfig mit Tüchern ausgelegt sein. Stroh, Pellets oder Einstreu können die noch frische Wunde verdrecken. Dein Kaninchen braucht nach einer solchen Operation Ruhe. Du solltest es nicht unnötig hochheben. Biete Deinem Kaninchen Wasser und etwas zum Fressen an. Manche Kaninchen verweigern das Fressen, aber spätestens am nächsten Tag sollte Dein Kaninchen wieder anfangen zu futtern, damit der Verdauungstrakt in Gang bleibt.