Kastration

Bei einer Kastration werden dem Kaninchenmännchen die Hoden entnommen. Somit werden keine Samen mehr produziert und es können keine Junge mehr gezeugt werden.
Bei einem weiblichen Kaninchen werden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt. Nun kann kein Eisprung mehr stattfinden.

Im allgemeinen kastriert man nur die Männchen, wobei es Vor- und Nachteile gibt.

1. Vorteil: Es werden keine Jungtiere gezeugt.

2. Vorteil: Streit zwischen Kaninchen kann vermieden werden.

3. Vorteil: Ein kastriertes Kaninchen markiert sein Revier nicht mehr oder kaum noch, somit gehören gelbe Flecken an den Wänden der Vergangenheit an.

1. Nachteil: Meiner Erfahrung nach, wird ein Kaninchen nach einer Kastration ruhiger. Es sei denn, man kastriert ein Kaninchen erst mit 3 Jahren oder älter. Denn dann ist es nicht mehr wahrscheinlich, dass das Kaninchen seinen Charakter noch ändert.

2. Nachteil: Es kommen hohe Kosten auf Sie zu und natürlich ein Risiko, welches eine eine Operation immer bedeutet. Dies Risiko können sie aber als gering einschätzen.

Natürlich ist eine Kastration bei einer Haltung von einem weiblichen und einem männlichem Kaninchen angebracht, wenn keine Fortpflanzung erwünscht ist.
Wenn sie 2 oder mehr Männchen halten, muss es nicht unbedingt zu einem Streit kommen, wenn beide nicht kastriert sind. Halten Sie jedoch noch ein Weibchen, egal ob im einem anderen Stall, wäre es besser die Männchen zu kastrieren. So würde kein Konkurrenzkampf zwischen den Böcken stattfinden.

Finden Sie das passende Buch zum Thema Kastration bei Amazon.de

Wann sollte man ein Kaninchen kastrieren?
Weibliche Kaninchen kann man kastrieren, wenn sie geschlechtsreif sind. Das ist etwa mit einem Alter von 4 Monaten. Die meisten Tierärzte warten aber lieber bis zu einem Alter von 6 Monaten.
Männliche Kaninchen können kastriert werden wenn die Hoden im Hodesack augebildet sind. Meist geschieht dies in einem Alter von 3 Monaten. Auch hier sollte man, wenn keine dringende Not vorliegt, lieber warten, bis das Kaninchen 5 Monate alt ist.

Wann ist ein Kaninchen zu alt?
Man sollte ein Kaninchen ab einem Alter von 6 Jahren nicht mehr kastrieren lassen. Hat Ihr Mümmler das Alter von 2 Jahren überschritten, sollte der Tierarzt einen Gesundheitscheck an dem Tier vornehmen. Das könnte zwar die Kosten steiger, mindert aber das Risiko.

Was kostet eine Kastration?
Eine Kastration sollte nicht mehr als etwa 60 € kosten. Kosten für Nachuntersuchungen, wie zum Beispiel Fäden ziehen, sind nicht inclusive.

Wie sieht die Nachbereitung aus?
Manche Tierärzte behalten das Kaninchen über Nacht in der Praxis, dann haben Sie eigentlich keine besondere Arbeit zu erledigen.
Nehmen Sie Ihr Kaninchen sofort mit nach Hause, sollte der Käfig mit Tüchern ausgelegt sein. Stroh, Pellets oder Einstreu können die noch frische Wunde verdrecken. Ihr Kaninchen braucht nach einer solchen Operation Ruhe. Heben Sie es nicht unnötig hoch. Bieten Sie ihm Wasser und etwas zum Fressen an. Manche Kaninchen verweigern das Fressen, aber spätestens am nächsten Tag sollte Ihr Kaninchen wieder anfangen zu futtern, damit der Verdauungstrakt in Gange bleibt.